Wieder ist einige Zeit seit dem letzten Blogpost vergangen. Hinter uns liegen zwei ereignisreiche Wochen, in denen ich nicht zum schreiben gekommen bin. Die Kinder kränkelten beide, der Lieblingsmann hatte Geburtstag, ich musste zwei Tage mit dem Zwergenbaby ins Krankenhaus und wir haben kurzfristig einen Kindergartenplatz bekommen.
Ende Februar kam überraschend die Nachricht, dass das Zwergenkind zum ersten April einen Platz in unserem Wunschkindergarten bekommt. Da Kindergartenplätze bei uns knapp sind, hieß es bislang immer, wenn überhaupt bekommt er nach den Sommerferien einen Platz. Obwohl ich mich wirklich sehr über diese Nachricht gefreut habe, habe ich mich auch ein wenig überrumpelt gefühlt. Ich bin davon ausgegangen, dass er erst zum Sommer gehen würde.
Am Geburtstag des Lieblingsmannes wollten wir einen schönen Tag als Familie verbringen. Wir wollten morgens Frühstücken gehen und danach in den Zoo fahren. Leider wurde daraus nichts. Das Zwergenbaby hatte schon Tage zuvor wieder viel geweint. Beim Frühstücken war es so extrem, das wir in unserer Hilflosigkeit noch mal zu unserem Kinderarzt gefahren sind. Dieser hat uns zum durchchecken ins Krankenhaus eingewiesen. Er wollte, dass er während der Schreiphasen untersucht wird. Das ist ambulant leider nicht möglich gewesen.
Nachdem wir das Zwergenkind bei meiner Schwester untergebracht haben, sind wir ins Krankenhaus gefahren.
Dort wurde er untersucht, es wurde Blut abgenommen und wir wurden stationär aufgenommen.
Wenn er schreit sollte ich klingeln, damit er von einem Arzt angeschaut wird. Leider kam keiner. Die Krankenschwestern waren sehr nett. Sie hatten Verständnis und haben während des Schreiens versucht ihn zu beruhigen. Leider auch erfolglos. Von den Ärzten habe ich mich nicht ernstgenommen gefühlt. Als das Zwergenbaby nach fast drei Stunden brüllen völlig erschöpft auf meinem Arm eingeschlafen ist, wurde ich bei der Visite gefragt, was ich mit so einem friedlich schlafenden Baby überhaupt im Krankenhaus will. Der Chefarzt wollte uns ohne weitere Untersuchungen entlassen. Auf meinen ausdrücklichen Wunsch wurde dann aber doch Ultraschall vom Kopf und vom Bauch gemacht.
Dort war alles unauffällig und es beruhigt uns sehr, zu wissen das organisch alles in Ordnung ist.
In der Woche nach dem Krankenhausaufenthalt hatten beide Kinder eine Bronchitis. Als es ihnen wieder besser ging, bekam das Zwergenbaby einen fieberhaften Harnwegsinfekt und ich wurde zum Stammgast bei unserem Kinderarzt. Jetzt sind alle wieder gesund und ich hoffe, das bleibt auch so.
Dann war gestern endlich der vom Zwergenkind herbeigesehnte erste Eingewöhnungstag im Kindergarten da.
Eigentlich war die Eingewöhnung so geplant, dass der Lieblingsmann oder ich die ersten Tage mit in der Gruppe bleiben oder uns auf den Flur setzten. Da unser Zwergenkind ein sehr aufgeschlossenes und kontaktfreudiges Kind ist, haben wir keine Probleme erwartet. Dass er uns aber am ersten Tag nach kurzer Zeit mit dem Worten "Tschüss, bis später" quasi rausschmeißt, hat uns dann doch überrascht.
Heute genau das selbe. Er ist direkt in seine Gruppe gelaufen und hat sich von mir verabschiedet. Die Erzieherinnen schickten mich daraufhin mit den Worten "wenn was ist, rufen wir Sie an" nach Hause.
Natürlich bin ich froh, dass er sich dort wohlfühlt und gern bleibt, aber für mich als Mama ist es ein komisches Gefühl plötzlich so abgeschrieben zu sein. Ich glaube mir fällt der Kindergarten Start schwerer als dem Zwergenkind.
Ich bin gespannt, ob es so bleibt, oder ob es noch Tränen gibt. Wenn nicht, dann haben wir riesen Glück, das es so unkompliziert gelaufen ist.
Wie war das bei euch mit der Eingewöhnung im Kindergarten? Wie haben eure Kinder das gemacht?

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