Wie die meisten Eltern hatten auch wir ganz genaue Vorstellungen davon, wie die Ernährung unseres Kindes aussehen soll. Gesund sollte es sein, abwechslungsreich, frisch und mit viel Obst und Gemüse. Soweit die Vorstellung...
Die ersten zwei Jahre lies sich das auch recht einfach umsetzen. Es gab keine Probleme bei der Einführung der Beikost. Brei wurde gern und ohne Probleme gegessen und auch Fingerfood wie gedünstetes Obst und Gemüse oder Brot waren sehr beliebt.
Alles was wir unserem Zwergenkind anboten wurde probiert und bis auf Bananen auch gegessen.
Kurz nach dem zweiten Geburtstag änderte sich sein Essverhalten.
Neues wurde skeptisch beäugt und oft wollte er nicht probieren. Für uns war das okay. Wir haben nicht versucht ihn zum essen zu überreden. Sondern darauf vertraut, dass er instinktiv weiß was er gerade benötigt. Mal waren es hauptsächlich Kohlenhydrate, mal wollte er lieber Eiweiß.
Jetzt ist er zweieinhalb und Essen ist gerade ein schwieriges Thema.
Egal was wir kochen, er isst es in den meisten Fällen nicht und schiebt es mit den Worten "Ihh-Bahh" von sich weg. Selbst Sachen bei denen man bislang sicher sein konnte, dass er sie gern isst werden verschmäht. Obwohl ich weiß, dass sich ein gesundes Kind nimmt was es braucht, mache ich mir dennoch oft Sorgen.
Isst er genug? Bekommt er alle wichtigen Vitamine und Nährstoffe? Ist seine Ernährung zu Einseitig?
Was mir gut tut sind die Gespräche mit anderen Eltern. Zu hören, dass es anderen genauso geht wie uns beruhigt zumindest ein bisschen.
Auch wenn es uns oft schwerfällt, wir akzeptieren das er nicht essen oder probieren möchte und vertrauen weiterhin darauf, dass er am besten weiß was er benötigt.
Trotzdem werden wir nicht aufhören, ihm immer wieder neues anzubieten und geben die Hoffnung nicht auf, dass wir bald wieder gemeinsam als Familie essen können.
Wie sind eure Erfahrungen zu diesem Thema? Hatten eure Kinder auch solche Phasen? Wie habt ihr das gehandhabt?
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